Der Waldhof

Der Waldhof Böhmsholz erscheint schon um 1200 unter dem Namen "Benesholte" auf einer Landkarte. Benesholte war der Stammsitz des Geschlechts "von Benesholte", das dort auf einer Wasserburg mit festen Türmen lebte. Noch im 19.Jahrhundert waren Spuren der "Borgfreden", feste Türme mit einem durch Wassergräben eingeschlossenen Hof, zu erkennen.
Nachdem die "von Benesholte" ausgestorben waren, wurde Lüder v.d. Berge im 14. Jahrhundert mit Böhmsholz belehnt. Die Familie v.d. Berge verkaufte den inzwischen in ihren Besitz übergegangenen Hof, der zu dieser Zeit "wüst" war, an Wasmond v. Meding. Die Burgmannenfamilie von Meding gab den Hof 1410 für 900 Mark an das Hospital zum Großen Heiligengeist in Lüneburg ab.

In der Folgezeit versuchten die von Medings einige Male vergeblich, wieder in den Besitz von Böhmsholz zu gelangen. Von jeher diente der Waldhof Böhmsholz vorrangig der land- und forstwirtschaftlichen Nutzung. Bis in unser Jahrhundert hinein war er Sitz des Forstamtes. Heute umfasst Böhmsholz über 140 Hektar Land. Davon sind mehr als 130 Hektar Waldboden.

Das Schullandheim Böhmsholz wurde 1951 gegründet. Eigentümer der Grundstücke ist das Hospital zum Großen Heiligengeist, eine Stiftung, die von der Stadt Lüneburg verwaltet wird.

Von 1951 bis 1969 waren Marianne und Gerhard Schmidt Pächter des Schullandheimes, 1969 hat das Ehepaar Schmidt die Gebäude gekauft und die Grundstücke gepachtet. Von 1996 bis zur Schließung 2015 wurde das Schullandheim von Hubertus Schmidt geführt, danach diente es ab Ende 2015 kurzzeitig als Flüchtlingsunterkunft. Seit 2015 sind die Eheleute Gabriela und Eckhardt Schmidt Eigentümer des Anwesens, und zum 1. Juni 2016 wurde der "Waldhof Böhmsholz" an Norbert Schmidt verpachtet.

Seit über 25 Jahren ist der Waldhof Böhmsholz Vereinsgaststätte der "Böhmsholzer Jagdhornbläser".